Persönliches


In exakt zwei Stunden geht mein Flieger und mir faellt gerade auf, dass ich noch Waesche waschen muss – so gesehen habe ich eine „Rush Hour“ vor mir, im exakten Sinn der Worte. Ich trinke aber erstmal einen Kaffee und schreibe diesen Post, denn schliesslich liegt ja in der Ruhe bekanntlich die Kraft.

Da habe ich wohl unterschätzt, wie zeit- und arbeitsintensiv es ist, regelmäßig Blogposts zu verfassen. Aufgrund zahlreicher (und unerwarteter) Projekte ging dieses Blog die letzten zwei Monate doch etwas unter: Ein aufrichtiges Wort der Entschuldigung an alle, die in dieser Zeit auf neue Posts gehofft haben (es gab immerhin ca. eintausend Visits in dieser Zeit).

Ich werde mir mal überlegen, wie ich mit diesem Blog am besten fortfahre. Hilfreich wäre es, wenn Besucher, die ein konkretes Anliegen haben und nach speziellen Informationen suchen, mir einfach Fragen stellen.

Ansonsten hoffe ich, dass alle Leserinnen und Leser der nördlichen Hemisphäre den Winter genießen – hier liegen inzwischen 30 cm Schnee…

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Wie einige vielleicht gemerkt haben, war dieses Blog in den letzten Tagen nicht sonderlich aktiv. Im Moment habe ich recht viel zu erledigen und bin viel unterwegs; von daher komme ich leider nur selten zum schreiben. Ueber die Feiertage wird hier, aller Voraussicht nach, nicht mehr sonderlich viel passieren; und so wuensche ich allen, die sich noch irgendwie hierhin verirrt haben, schonmal frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Hat die „Vertretung des Australischen Hochschulverbundes IDP Education Australia und
die Vertretung aller neuseeländischen Universitäten in Deutschland und Österreich“, das Institut Ranke-Heinemann, irgendeine Verbindung zur ehemaligen Praesidentschaftskandidatin der PDS, Uta Ranke-Heinemann? Habe mich nur gerade gewundert…

Da frage ich Advocatus Ravioli noch gerade eben, wie teuer ein Knöllchen Deutschland ist, und schwupps, habe ich selber eins. Immerhin, der schlechten Nachricht folgen zwei gute: das Knöllchen soll nur $15 kosten, und, noch besser, auf der Rückseite heißt es:

The City of Ithaca has adopted an automatic waiver policy for certain violations. If this is your first overtime meter […] ticket within the past eighteen months, this ticket will be automatically dismissed. No further action is required.

Da ich bisher noch kein Knöllchen hatte, muss ich somit diesmal nichts bezahlen. Ich werde aber vorsichtshalber mal beim Traffic Violations Bureau anrufen. Und demnächst lasse ich meine Parkuhr am besten nicht direkt vor dem Court House ablaufen. (Nein, hatte nichts mit Herr Tissler zu tun.)

„Endlich Nichtraucher“ Autor Allen Carr ist letzte Woche im Alter von 72 Jahren gestorben – an Lungenkrebs. Ob es mich nun beruhigen soll, dass ich in meinem Leben noch nie 100 Zigaretten an einem Tag geraucht habe, wie Carr es in seinen Rauchertagen routinemäßig praktizierte, weiß ich nicht.

Vielleicht sollte ich mir trotzdem noch einmal in den Hintern treten. Sein Buch habe ich auch noch irgendwo bei mir rumfliegen. Und schließlich möchte ich nicht irgendwann wie Mark Twain von mir behaupten: „Das Rauchen auzugeben ist das einfachste in der Welt. Ich weiß das, denn ich habe es schon tausende male getan.“

Habe heute endlich meinen Führerschein erhalten. Wer meint, Bürokratie sei in den USA einfacher zu bewältigen, als in Deutschland, den kann ich nur müde belächeln. Das Verständnis, dass ich noch für alle möglichen Schikanen bei der amerikanischen Botschaft für die Beantragung meines Immigrant Visas aufbringen konnte, ging mir beim Secretary of State Office in Michigan für die Beantragung meines Führerscheins vollends verloren. Ich habe meinen Führerschein in Michigan beantragt, denn in New York müsste ich meinen deutschen Führerschein abgeben, um einen hiesigen zu erhalten (Führerscheine sind Angelegenheiten der Bundesstaaten). Glücklicherweise war ich bei der Einwanderungsbehörde in Michigan registriert, so dass dies prinzipiell möglich war.

Allerdings haben sich die Behördenmitarbeiter schon ziemlich dämlich angestellt. Alle Dokumente waren soweit vorhanden; allerdings wollte die nette Sachbearbeiterin meinen internationalen Führerschein nach dem „Übereinkommen über den Straßenverkehr vom 8. November 1968“ nicht als Übersetzung meines deutschen Führerscheins akzeptieren, auch wenn beide von der gleichen deutschen Führerscheinstelle ausgestellt waren. Immerhin bat sie mich gleich einmal, den theoretischen Test zu absolvieren. Den Test und einen Bleistift in der Hand, durfte ich mich dann im Überfüllten Wartesaal in eine Ecke setzen und meine Kreuzchen machen. (mehr …)

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