Februar 2007


In exakt zwei Stunden geht mein Flieger und mir faellt gerade auf, dass ich noch Waesche waschen muss – so gesehen habe ich eine „Rush Hour“ vor mir, im exakten Sinn der Worte. Ich trinke aber erstmal einen Kaffee und schreibe diesen Post, denn schliesslich liegt ja in der Ruhe bekanntlich die Kraft.

Das Thema Studiengebühren scheint nach wie vor das Reizthema zu sein, wenn es um deutsche Bildungspolitik geht. Die Thematik ist mir nicht ganz unbekannt – als ich noch in England studiert habe, erreichte die Deabtte um eine Verdreifachung der Studiengebühren gerade ihren Höhepunkt. Schon allein deshalb bin ich mit vielen Argumenten gut vertraut.

Für mich als Außenstehender drängt sich jedoch der Eindruck auf, dass in Deutschland selten eine holistische Betrachtungsweise von Bildungspolitik vorgenommen wird. Oftmals drehen sich die Diskussionen (soweit ich das in der Presse von hier verfolgen kann) um einzelne Aspekte, die losgelöst betrachtet werden; ob es sich um Studiengebühren, Eliteuniversitäten oder PISA Studie handelt.

In diesem Beitrag werde ich versuchen, zahlreiche bildungspolitische Aspekte zusammenhängend und nüchtern zu betrachten. Die Thematik hat für mich schon insofern Relevanz, als das ich Deutschland (unter anderem) ja gerade deshalb verlassen habe, weil ich mir im Ausland bessere Bildungschancen versprochen habe. Und gerade die daraus resultierende Frage – war dies eine gute Entscheidung? – ist eine der Zentralen Fragen, die dieses Blog zu thematisieren versucht.

Der folgende Beitrag dreht sich dabei um ein (vermeintliches) Paradoxon – einerseits stimme ich weitestgehend der Argumentation vom bekennenden Gebührengegner Michael Hartmann, Soziologieprofessor an der TU-Darmstadt, zu; andrerseits würde ich mich nicht direkt als Gegner von Studiengebühren in Deutschland bezeichnen. (mehr …)

Nachdem diverse Medien in Deutschland von der 6 stündigen Vollsperrung der A7 bei Göttingen berichtet haben, erinnerte ich mich an ein informatives Viedo der American Civil Liberties Union (ACLU), welches Tipps gibt, wie man sich am besten gegenüber Polizisten in den USA verhält: Busted – The ACLU video guide to surviving police encounters. (auf englisch)

Wer in den USA Auto fährt oder sich länger hier aufhält, sei dieser Film wärmstens empfohlen. Es sind gut investierte 45 Minuten.

Gespräch in einem Universitätscafé:

Kunde: „Entschuldigen Sie, ist die Milch in Ihrem Angebot organisch, oder können Sie ausschließen, dass Wachstumshormone wie rbST oder rbGH für die Milchproduktion verwendet wurden?“

Verkäuferin: „Die Milch kommt von der uni-eigenen Produktion direkt aus der Region. Das sind Uni-Kühe (lacht).“

Kunde: „Das ist ja schön – aber das heißt ja nicht, dass nicht auch in der Milchproduktion auf Bauernhöfen der Universität Wachstumshormone verwendet werden.“

Verkäuferin:
„(aggressiv) Glauben Sie mir – alles was in dieser Milch enthalten ist, ist gut für Sie.“

Na ja, die Bewertung ob Kuheiter, Hormone und Antibiotika gut für mich sind, überlasse ich anderen. So trinke ich weiterhin nur Milch zu Hause (für $2 den Liter), da weiß ich wenigstens eher, was drin ist. War ja auch nur so ’ne Frage…

Da habe ich wohl unterschätzt, wie zeit- und arbeitsintensiv es ist, regelmäßig Blogposts zu verfassen. Aufgrund zahlreicher (und unerwarteter) Projekte ging dieses Blog die letzten zwei Monate doch etwas unter: Ein aufrichtiges Wort der Entschuldigung an alle, die in dieser Zeit auf neue Posts gehofft haben (es gab immerhin ca. eintausend Visits in dieser Zeit).

Ich werde mir mal überlegen, wie ich mit diesem Blog am besten fortfahre. Hilfreich wäre es, wenn Besucher, die ein konkretes Anliegen haben und nach speziellen Informationen suchen, mir einfach Fragen stellen.

Ansonsten hoffe ich, dass alle Leserinnen und Leser der nördlichen Hemisphäre den Winter genießen – hier liegen inzwischen 30 cm Schnee…

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