Ich lese gerne internationale Presse. Ob Le Monde Diplomatique, The Economist, The New York Times, oder The Guardian: jeden Tag überfliege ich soviele unterschiedliche Medien, wie möglich. Dabei erfährt man auch so einiges über Deutschland, was man in deutschen Medien nie, oder nur selten, erfahren würde.

Und natürlich schafft es nur der britische Economist, einen Artikel mit dem Satz zu beginnen:

Women can also read.

Der Artikel handelt davon, dass in deutschen Zeitungsverlagen auffallend wenig Frauen in Verantwortungspositionen sitzen. Wen das nicht überrascht, dem sei verdeutlicht, wie wenig Frauen bei einigen Zeitungen als führende Redakteure arbeiten: bei Handelsblatt, Wirtschaftswoche und Der Spiegel nämlich beispielsweise keine einzige.

Aber auch bei anderen Zeitungen sind im internationalen Vergleich wenig Frauen in den Top-Positionen. Kein wunder also, dass deutsche Medien nicht gerade dazu geneigt sind, sich selber so zu offenbaren (Der Economist behauptet übrigens, ein Drittel seiner Top-Redakteure seien Frauen).

Dem Spiegel wurde dann auch noch eine ganz besondere „Macho-Kultur“ unterstellt. Das Erklärt natürlich einiges: Der Spiegel kann gar keine Frauen einstellen – welche Frau möchte schließlich schon freiwillig mit Matthias Matussek arbeiten?

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